Ultra Pro Grading Submission Combo Pack für Pokémon-Karten

Pokémon-Karten graden lassen: Ablauf, Kosten und das richtige Zubehör

Das Wichtigste in Kürze
  • Grading bedeutet: eine unabhängige Stelle prüft Zentrierung, Oberfläche, Ecken und Kanten deiner Karte und versiegelt sie in einem Slab.
  • PSA ist der bekannteste Anbieter, sitzt aber in den USA. Für deutsche Sammler gibt es Vermittler wie S.L.A.P. oder günstigere heimische Dienste wie AOG, GSG und AP Grading.
  • Lohnt sich erst ab Karten mit echtem Wert im einwandfreien Zustand. Eine abgewetzte Karte mittleren Werts graden zu lassen, ist meistens rausgeschmissenes Geld.
  • Das richtige Verpackungszubehör vor dem Einschicken ist keine Nebensache: Semi-Rigid Card Holder und passende Sleeves gehören dazu.

Irgendwann hat fast jeder Pokémon-Sammler eine Karte in der Hand, bei der er sich fragt, ob sie für Grading taugt. Oft ist es eine alte Holo, eine begehrte Alt Art oder eine Karte, die einem einfach zu schade zum normalen Lagern ist. Grading klingt erst mal kompliziert, ist aber strukturierter als viele denken. Hier ist, was du wirklich wissen musst.

Was passiert beim Grading?

Ein Grading-Dienst begutachtet deine Karte nach vier Kriterien: Zentrierung (wie gleichmäßig liegt das Kartenbild im Rahmen), Oberfläche (Kratzer, Abplatzungen, Fingerabdrücke), Ecken und Kanten. Daraus entsteht eine Note von 1 bis 10. Eine 10 steht für eine praktisch makellose Karte, eine 1 für stark beschädigtes Material. Halbnoten gibt es bei PSA nicht, außer der Sonderwertung 1,5 mit gesonderter Beschreibung.

Nach der Bewertung wird die Karte dauerhaft in einem Slab versiegelt. Das ist eine Acrylkapsel mit sichtbarem Etikett, auf dem Note und Kartendaten stehen. Der Slab schützt die Karte vor mechanischen Schäden und macht den Zustand für alle nachfolgenden Käufer nachvollziehbar.

PSA, AOG, GSG oder AP Grading: Welcher Dienst für wen?

PSA (Professional Sports Authenticator) aus den USA ist der internationale Marktführer. PSA-Slabs werden weltweit gehandelt und erzielen auf dem US-Markt die höchsten Aufpreise. Das hat aber einen Preis: PSA sitzt in Kalifornien, und die deutsche PSA-Niederlassung nimmt nach aktuellem Stand (Juli 2026) nur Händlereinsendungen an. Als Privatsammler kannst du Stand heute nicht direkt bei PSA einsenden, der Weg führt immer über einen Vermittler. Wir empfehlen dafür S.L.A.P.: mit dem Code Kartenmeier bekommst du dort 5 Prozent Rabatt auf deine Einsendung. Rechne im regulären Service mit rund 105 bis 113 Euro pro Karte, und Wartezeiten von mehreren Wochen bis Monaten sind beim Standard-Service normal.

Für viele Karten ist das schlicht zu viel Aufwand und zu viel Geld. Hier kommen deutsche Dienste ins Spiel. AOG und GSG arbeiten günstiger (grob 10 bis 30 Euro pro Karte) und schneller. Ihre Marktakzeptanz wächst im deutschsprachigen Raum, aber international sind PSA-Slabs klar die erste Wahl. AP Grading aus Schüttorf (Niedersachsen) bietet Grading ab 19,90 Euro pro Karte, eine Bearbeitungszeit von in der Regel fünf Werktagen und versicherten Versand innerhalb Deutschlands.

Anbieter Kosten ca. Bearbeitungszeit Sitz
PSA (via Vermittler) 105 bis 113 € pro Karte 30 bis 90+ Tage USA
GSG 12 bis 30 € 14 bis 30 Tage Deutschland
AOG 10 bis 25 € 7 bis 21 Tage Deutschland
AP Grading ab 19,90 € ca. 5 Werktage Deutschland

Meine Empfehlung: Wenn du eine Karte mit hohem Wert hast, die du irgendwann international verkaufen willst, führt an PSA wenig vorbei. Für alle Karten, die du schützen oder auf dem deutschen Markt handeln möchtest, sind die heimischen Dienste eine vernünftige und deutlich günstigere Wahl.

Welche Karten lohnen sich überhaupt?

Nicht jede Karte verdient einen Slab. Grob gesagt machen sich Grading-Kosten erst bezahlt, wenn die Karte ungegraded bereits einen soliden Wert hat und du realistisch mit einer hohen Note rechnen kannst. Als grobe Faustregel gilt bei PSA ein sinnvoller Einstieg ab etwa 80 bis 100 Euro Kartenwert. Darunter übersteigen die Kosten schnell den möglichen Nutzen.

  • Secret Rares, Alt Arts und Special Illustration Rares aus begehrten Sets sind klassische Grading-Kandidaten.
  • Populäre Pokémon: Karten mit Pikachu, Glurak oder Mew stoßen als Slabs auf hohe Nachfrage.
  • Zustand vor dem Einschicken prüfen: Eine Karte in Near-Mint-Zustand hat Chancen auf PSA 9 oder 10. Eine sichtbar gespielte Karte wird eine niedrige Note bekommen, und dann rechnet sich das Grading schlicht nicht.
Achtung: Fingerabdrücke auf der Kartenoberfläche zählen als Beschädigung und senken die Note. Karten vor dem Einschicken immer nur an den Rändern anfassen oder Baumwollhandschuhe verwenden.

Vorbereitung und Verpackung: der Schritt, den viele unterschätzen

Grading-Dienste haben genaue Vorgaben, wie Karten verpackt einzutreffen haben. Das standardisierte Verfahren: Karte zuerst in eine passende Sleeve, dann in einen Semi-Rigid Card Holder. Diese halbstarren Hüllen lassen sich beim Grading-Dienst leichter öffnen als klassische Toploader, ohne die Karte dabei zu gefährden.

Ultra Pro: Card Grading Submission Combo Pack
Ultra Pro: Card Grading Submission Combo Pack

Das Ultra Pro Card Grading Submission Combo Pack enthält genau diese Kombination: Semi-Rigid Card Holder und Easy Pull Sleeves in einem Set. Die Easy Pull Sleeves haben eine reduzierte Reibung an der Innenseite, damit die Karte sauber eingeführt werden kann und der Grading-Dienst sie beim Auspacken problemlos wieder herauszieht. 50 Card Holder und 50 Sleeves kommen in einer Box.

Ultra Pro: Semi-Rigid Card Holders / Cardsaver Halbstarr
Ultra Pro: Semi-Rigid Card Holders / Cardsaver Halbstarr

Wer öfter Karten einschickt oder vorhat, größere Mengen zu graden, greift besser direkt zu den Ultra Pro Semi-Rigid Card Holders in der 200er-Box. Pro Stück billiger als im Combo Pack, und du bist für mehrere Einsendungen ausgestattet.

Der Ablauf Schritt für Schritt

So läuft eine PSA-Einsendung für einen deutschen Sammler über einen Vermittler wie S.L.A.P. ab:

  • Einsendung bei S.L.A.P. anlegen und die Karten anmelden. Mit dem Code Kartenmeier gibt es 5 Prozent Rabatt.
  • Karten in Sleeve und Semi-Rigid Card Holder verpacken. Keine Fingerabdrücke, keine losen Karten, keine Toploader schicken.
  • Die Karten versichert innerhalb Deutschlands an den Vermittler schicken. Versand in die USA, Zoll und Rückweg übernimmt der Vermittler.
  • Auf das Ergebnis warten. Den Bearbeitungsstatus kann man online nachverfolgen.
  • Gegradete Karten im Slab kommen per Post zurück.

Bei deutschen Diensten wie AOG, GSG oder AP Grading läuft der Prozess ähnlich ab, nur ohne den Schritt über den Atlantik. Die Karten gehen innerhalb Deutschlands auf Reise, und die Bearbeitungszeit ist deutlich kürzer.

Ultra Pro - Regular Toploader (25er Pack)
Ultra Pro - Regular Toploader (25er Pack)

Ein paar Toploader gehören trotzdem ins Haus. Zurückgekehrte Slabs lassen sich darin nicht aufbewahren (falsche Größe), aber für den sicheren Versand ungegradeter Karten oder die Lagerung hochwertiger Doubles sind sie unverzichtbar.

Was nach dem Grading kommt

Ein PSA-10-Slab ist kein Freifahrtschein. Die Karte ist gut geschützt und ihr Zustand zertifiziert. Was sie auf dem Markt wert ist, entscheiden trotzdem Angebot und Nachfrage. Manche Karten profitieren deutlich von einer Topnote, andere kaum. Grading ist kein Ersatz für sorgfältige Recherche darüber, welche Karte wirklich gesucht wird.

Für die eigene Sammlung ergibt ein Slab Sinn, wenn du eine Karte dauerhaft gut erhalten willst und sie nicht mehr spielen wirst. Für den Weiterverkauf zahlt er sich aus, wenn der Markt für diese Karte einen Aufpreis für gegradete Exemplare hergibt. Beides ist legitim. Nur das blinde Einschicken ohne Plan kostet Geld, ohne dass sich das rechnet.

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